📑 Table of Contents

Die Ablaufsprache (AS, englisch: Sequential Function Chart, SFC) ist eine der fünf in der EN 61131-3 genormten Programmiersprachen und dient zur Programmierung einer speicherprogrammierbaren Steuerung in Form eines Petri-Netzes. Unter Siemens STEP 7 ist die Ablaufsprache als S7-GRAPH bekannt.

Funktionsweise

Bearbeiten

Eine Ablaufsteuerung ist eine Kette von Steuerungsschritten, welche durch Weiterschaltbedingungen (Transitionen) miteinander verbunden sind.

Direkt an den Schrittsymbolen werden Befehle, auch Aktionen genannt, eingebunden. Beim Erreichen eines Steuerungsschrittes mit angehängter Aktion wird ein Ausgang der Steuerung gesetzt und damit ein Aktor betätigt (z. B. Pumpe ein, Magnetventil öffnen) oder es wird ein interner Programmsprung durchgeführt.

Die Transitionen, welche sich zwischen den einzelnen Steuerungsschritten befinden, werden jeweils mit einem Eingangsbit verknüpft (Weiterschaltbedingung), das von einem Sensor auf einen Eingang der Steuerung gelangt ist (wie z. B. Grenztaster für Füllstand, Endschalter, Lichtschranke). Ein Signalwechsel des Eingangsbits löst das Schalten der Transition aus, sodass der nachfolgende Steuerungsschritt aktiviert wird.

Der erste Steuerungsschritt besitzt normalerweise keine eigene Aktion, da dieser auch als Initialisierungsschritt gilt. Das bedeutet, dass das Programm beim ersten Betriebszyklus mit dem initialisierten Schritt startet. Jeder Steuerungsschritt ist durch eine Transition mit dem nächsten Steuerungsschritt verbunden.

  ╔════════╗
  ║        ║
  ║ START  ║                     Ausgangszustand
  ╚═══╤════╝
      │
     ─┼─Füllstand_gering         Weiterschaltbedingung
      │
  ┌───┴────┐  ┌───┬────────────┐
  │ füllen ├──┤ S │Pumpe       │ Steuerungsschritt mit Befehl Pumpe einschalten
  │ aktiv  │  └───┴────────────┘
  └───┬────┘
      │
     ─┼─Füllstand_hoch           Weiterschaltbedingung
      │
  ┌───┴────┐  ┌───┬────────────┐
  │ füllen ├──┤ R │Pumpe       │ Steuerungsschritt mit Befehl Pumpe ausschalten
  │ fertig │  └───┴────────────┘
  └───┬────┘
      │
      ↓
    START

Vorteile

Bearbeiten

Besonders zur Fehleranalyse ist die Ablaufsteuerung gut geeignet, da der aktuelle Steuerungsschritt und die Transitionsbedingungen jederzeit visualisiert werden.

Verbreitung

Bearbeiten

Die Ablaufsteuerung ist vor allem bei Großanlagen weit verbreitet. Trotz Normung bietet nicht jeder SPS-Hersteller die Ablaufsprache als Programmiersoftware an.

📚 Artikel Terkait di Wikipedia

Ablaufsteuerung

mit GRAFCET erfolgen, die Implementierung nach IEC 61131-3 mit Sequential Function Chart (SFC). Wird eine Ablaufsteuerung durch eine SPS realisiert, dann

EN 61131

nach und nach von der Programmiersprache ST abgelöst. CFC Continuous Function Chart CODESYS / Codesys, Programmiertool unabhängig von Geräteherstellern

Steuerungstechnik

Programmiersprachen enthalten, also insgesamt fünf: Ablaufsprache (SFC, Sequential Function Chart) Strukturierter Text (ST). Die hieraus hervorgegangene internationale

Codesys

eigene Programmierung oder Bibliotheken bereitgestellt wird. SFC (Sequential Function Chart), im deutschen Sprachgebrauch Ablaufsprache (AS). Grafische Sprache

SFC

and Futures Commission, die Börsenregulierungsbehörde Hongkongs Sequential Function Chart, eine Ablaufsprache einer Speicherprogrammierbaren Steuerung Sergeant

Simatic PCS 7

kontinuierlicher Automatisierungsfunktionen (Continuous Function Chart, CFC), zur Ablaufsteuerung (Sequential Function Chart, SFC) sowie zur Bedienung und Visualisierung

800xA

Leitsystemblöcke wie Funktionen, Funktionsblöcke und Control-Module (Sequential Function Chart – SFC) Sequenzen mit Schritten, Transitionen und Aktionen E/A-Signale

Litecoin

 Januar 2014.  Colin Percival: Stronger Key Derivation Via Sequential Memory-Hard Functions. (PDF; 207 kB) Abgerufen am 24. April 2013.  Vergleich zwischen